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Ergebnisse / RESTER Uni Freiburg

Erarbeitung einer Risikokarte für Sturmschäden in Wäldern und forstlich relevante Sturmschadensmodelle als Grundlagen für Methoden zur Reduzierung von Sturmschäden in Wäldern in Baden-Württemberg

Basierend auf den Ergebnissen der statistischen Modellierungsansätze (1) logistisches Regressionsmodell und (2) Weights-of-Evidence-Verfahren sind Karten generiert worden, die die Wahrscheinlichkeit der von Orkan "Lothar" (Dezember 1999) verursachten Sturmschäden in den Wäldern Baden-Württembergs flächendeckend darstellen. Die Ergebnisse aus den beiden Modellierungsansätzen stimmen sehr gut überein. Sie zeigen, dass für das Auftreten von Sturmschäden in den Wäldern Baden-Württembergs die Faktorenkombination von Waldtyp, Bodenart, Bodenversauerung, Bodenfeuchte, Geologie und bodennahem Maximalböenfeld während "Lothar" die besten prädiktiven Ergebnisse liefert. Mit dieser Faktorenkombination wird die größte Wahrscheinlichkeit, dass Sturmschäden an einem bestimmten Waldstandort auftreten, für Nadelwald auf sauren, frischen bis feuchten Böden auf Buntsandstein vorhergesagt - vorausgesetzt, dass die bodennahe Maximalböengeschwindigkeit während "Lothar" lokal mindestens 35 m/s betragen hat.

Um die bisher für den Orkan "Lothar" erzielten Ergebnisse zur Sturmschadenswahrscheinlichkeit zu erweitern und belastbarer zu machen, wurde mit der Bearbeitung von Sturmschadensinformationen aus dem Datensatz  "Zufällige Nutzung Sturm" (ZNSturm) begonnen, der für den öffentlichen Wald in Baden-Württemberg erhoben wird. Die von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und dem Verein für Standortskunde (VFS) zur Verfügung gestellten Daten decken 93% (8092 km2) der öffentlichen Waldfläche bzw. 59% der gesamten Waldfläche Baden-Württembergs ab.