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Ergebnisse / PArK Bonn

Ziel des Teilprojektes PArK-Bonn ist die probabilistische Abschätzung regionaler Klimaänderungen während der nächsten Dekaden (2010 bis 2030) aus Ensembles regionaler Klimamodelle. Hierzu werden die Methoden des Ensemble Dressing verwendet.

Ziel dieser Verfahren ist, über die Darstellung einzelner Erwartungswerte hinaus zu gehen und dem Bedürfnis nach quantitativ belastbaren Abschätzungen von Klimaänderungssignalen und ihren Unsicherheiten nachzukommen. Das Verfahren wird auf die Ausgangsdaten des WETTREG-Verfahrens (PArK-CEC) basierend auf verschiedenen Realisierungen globaler und regionaler Klimasimulationen angewendet.

Die Ergebnisse für die 2m-Temperatur im Jahresmittel am Beispiel der Station Baden-Baden zeigen deutlich, dass der Mittelwert der 2m-Temperatur ansteigt. Für 2011-2030 liegt das Maximum der Verteilung bei einer Temperaturerhöhung bei etwa 0.6K bis 0.7K gegenüber dem Referenzzeitraum 1961-1990. Die Unsicherheiten sind im Vergleich zu den Änderungen des Erwartungswertes gering. Das Maximum der Wahrscheinlichkeitsdichte für den Trend innerhalb des Zeitraums 2011-2030 liegt bei ungefähr 0.2K/20a. Im Unterschied zum Mittelwert über eine bestimmte Zeitspanne zeigt der Trend innerhalb der Zeitspanne naturgemäß eine größere Varianz - ist also weniger präzise zu bestimmen.

Diese probabilistische Betrachtungsweise im Bezug auf regionale Klimaänderungen legt eine neue Darstellung in Form von Über-/Unterschreitungs-Wahrscheinlichkeiten (engl. probability maps) nahe. Probability Maps sind deutlich verschieden von der klassischen Darstellung von Erwartungswerten, wie die Ergebnisse für Baden-Württemberg verdeutlichen.

Bei der Änderung des mittleren Zustandes für 2010-2030 und dem Trend innerhalb dieser Periode ist in beiden Fällen ist eine Nord-Süd-Struktur zu beobachten. Zum Beispiel wird der Schwellenwert von 0.7K im Süden mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 20% überschritten. Im Nordosten steigt diese auf bis zu 50% an. Bei den Trends im Zeitraum 2011-2030 zeigt sich eine ähnliche Struktur wie für die Anomalien. Hier liegt die für Folgeprozesse entscheidungsrelevante Information: Wenn eine bestimmtes regional unabhängiges Ereignis/Problem ab einem bekanntem Schwellenwert auftritt, so liegen die Wahrscheinlichkeiten für dieses Ereignis regional abhängig zwischen 20% und 50%. Dies hat Auswirkungen auf die Raumplanung.